Hallo Radio aktiv,
eine Firma hat sich in einem Forum noch nie zu Wort gemeldet, um eine Frage wie diese zu beantworten. Das hat sicherlich den einfachen Grund, dass niemand eine Abmahnung riskieren will.
Zum Thema: der Effekt, auf dem das ganze theoretische Gebäude basiert, ist sehr schwach. Das kann man in den Veröffentlichungen der Princeton University nachlesen. Es bedarf zu einem erfolgreichen Nachstellen einmal sehr vieler Versuche (Tausende und wahrscheinlich mehr pro Antwort) und zweitens einer Versuchsperson, die in der Lage ist, sich ganz auf das Ergebnis einzulassen. Beim Galtonschen Brett gibt es ja nur rechts und links, oder bei den anderen Versuchen ja oder nein. Da ist es 'relativ' einfach, eine Abweichung zu erzielen (was trotzdem immer noch Tausende von Versuchen braucht). Hier ist auch gegeben, dass die Testperson genau weiß, was die Bedeutung dessen ist, was sie denkt. Ganz anders sieht es aus, wenn man Datenbanken mit vielen Einträgen hat. Erstens muss der Anwender die Charakteristiken alle Einträge genau kennen (denn sonst hat er ja gar keine Meinung dazu und kann den Generator oder die Diode oder was immer nicht beeinflussen - mit anderen Worten, es kommen dann Zufallsergebnisse heraus) und zweitens muss er eine wie immer geartete (vielleicht innere) Meinung zum Prozess haben (denn sonst könnte er ja einzelne Einträge in einer Auswahlliste nicht bewerten und somit die oben genannten nicht Gerätschaften 'steuern').
Ich persönlich sehe Dioden mit dem weißen Rauschen und Zufallsgeneratoren immer mehr als Orakel, die durchaus mit dem Legen von Tarotkarten vergleichbar sind. Wer als Hersteller nun Kritik daran üben möchte, der lese zuvor bitte meinen Artikel 'Der letzte Beweis' (
http://www.radionik.info/artikel/beweis.php). Wenn sich nach dem dort beschriebenen Versuchsaufbau nur die geringste Kontur zeigen würde, hätte man etwas in der Hand, das sich bestimmt weiterentwickeln ließe. Bisher hat sich jedoch noch niemand daran gewagt, geschweige denn Ergebnisse veröffentlicht.
Es geht jedoch auch viel einfacher: man nehme eine eine Luftbildaufnahme eines Ackers beliebiger Größe (der darf also auch nur wenige Quadratmeter groß sein. Dort vergrabe man unter den Augen einer Testperson etwas Bestimmtes, z.B. eine Flasche, ein Becher Joghurt, ein Buch oder sonst etwas. Dann nehme man diese Luftaufnahme, teile sie mit Hilfe eines Rasters in einzelne Quadranten auf und lasse eine Diode mit dem weißen Rauschen oder den Zufallsgenerator nach dem vergrabenen Gegenstand suchen. Hier kann es dann keine Ausreden mehr geben, wenn der Versuch scheitert. Bei 10 Durchläufen müssten 10 Treffer wenigstens in die Nähe kommen, sonst kann man das alles vergessen. Den gleiche Versuch kann man auch einfach mit Rechenpapier und einem angekreuzten Kästchen machen. Ich bin jedenfalls gespannt, wer sich das traut und darüber berichtet.
Trotzdem sind die o.a. Geräte keine Fehlinvestition. Denn sie sind meiner Meinung nach - wie oben bereits gesagt - eine Art moderne Version des Orakels. Wer sich darauf eingefuchsen kann, hat damit ein Werkzeug in der Hand, das sich sehen lassen kann.
Liebe Grüße
Claudio